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Ein paar meiner Gedankenfetzten, gehüllt in schlichte Worte. Ohne Bedeutung, ohne Wert für die Ewigkeit.

 

Freund

Einsamkeit erbricht sich
Trauer zerfliesst
Meer der Gedanken
Am Ende das Nichts



Liebreiz

Gleißendes Licht
Augen in Feuer
Salz auf Salz
Ewiger Schmerz



Regen

Wärmende Kälte
Umarmt vom Grau
Vergeben die Fehler
In Erde vergessen



Morgentau

Gestern Nacht stürzte der Himmel
in dichte Wolken.
Sie verbargen das fahle Gesicht,
des einsamen Mondes.

Noch immer warte ich schweigsam.
Schenke dem Vergänglichen keine falsche Beachtung.
So hoffe ich in der unberührten Nacht,
ein Zeichen von dir zu erkennen.

Mein Inneres weiß,
Schicksal bahnt sich an.
Doch noch kann ich meine Augen nicht öffnen.
Die Nacht stirbt.

Ich blicke in den Himmel.
Doch du bist fort.
Nur mein einsamer Freund der Mond
mag unsere Lügen jetzt noch glauben.

Mein Weg Heim ist lang
und ich gehe ihn ohne dich.
Klarer Tau wäscht die Geschichten der Nacht hinfort,
während in der immer lebenden Stadt alles von vorne beginnt.

Kurz sehe ich dein Gesicht hinter dem Nebel.
Kalt und fahl wie der Mond.
Wir blicken uns in die Augen.
Ich kenne die Antwort noch immer nicht.

Selbst den vertrauten Mond habe ich gefragt.
Doch er sprach nicht zu mir.
Dein Herz scheint nicht mehr.
Unfähig mich daran fest zu halten,
warte ich darauf, dass der Nebel aufsteigt
und mein Körper sinkt.

Doch wenn der Himmel wieder dunkel wird,
werde ich unsere Fehler nicht mehr sehen.
Der Mond wird mich warnen.
Und alles wird wieder in dunkle Wolken stürzen - alle Lügen, aller Schmerz.

So wiederkehrend wie der Morgentau
wird auch mein einsamer Weg sein.
Die Tragödie die sich wiederbelebt,
bis ich das Schicksal erkennen will.
Bis dahin halt ich deinen Blick in Erinnerung
und warte stumm auf ein Zeichen.



Geliebte Mutter

Ich brauche wenig von dir
Deine falschen Worte sind es nicht
Sie heilen keine Wunden
Bringen sie doch nur mehr Leid

Du wärst verwundert
Was inmitten meinen Gefühlen liegt
Worauf ich hoffe
Kannst du nicht verachten

Dein Herz wird nie schlagen
Die Leere sich nie füllen
Jetzt kannst du nichts mehr tun
Vielleicht bis du auch glücklich

Ozeane voller Liebe
Sie bedeuten dir nichts
Kein Wunder mag es ändern
Meine geliebte Mutter

In der Dunkelheit suche ich
Um dir zu entgehen
Ich fühle nichts für dich
Verliere mich im Schwarz

Meine Tränen gelten nicht dir
Ich liebte dich so sehr
Wie du es nie verdient hast
Meine geliebte Mutter

Ruhende Unbedeutendheit
Wenn ich vergehe
Will es dein Seelenfrieden sein
Und in traumlosen Schlaf wiegen

Wenn ich Nichts bin
Bewahre die letzte Erinnerung
Ich verachte dich
Es wird mir nicht leid tun

Du wirst nicht trauern
Meine geliebte Mutter
Mit all meiner Liebe
Lebe wohl, lebe wohl

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